...und wieder hat es EINEN erwischt !

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    • Hallo,

      Verunglückter Polizist: Keiner half bei Unfall nahe Hermsdorf-Ost

      Das da ein Streifenwagen schwer beschädigt wurde ist eigentlich, wenn man den Bericht liest, nebensächlich. 8o
      Die Reaktion der anderen ist leider heut zu Tage ,,normal" und auch ich hab da schon Erfahrungen bezüglich des Filmen von Unfallstellen gesammelt.

      thueringer-allgemeine.de/web/z…e-Hermsdorf-Ost-644260966

      Edit: Link sollte ich schon setzen :D
      Alle Menschen werden als Unikat geboren, doch die meisten sterben als Kopie.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schrödi ()

    • Original von Schrödi
      Hallo,

      Verunglückter Polizist: Keiner half bei Unfall nahe Hermsdorf-Ost

      Das da ein Streifenwagen schwer beschädigt wurde ist eigentlich, wenn man den Bericht liest, nebensächlich. 8o
      Die Reaktion der anderen ist leider heut zu Tage ,,normal" und auch ich hab da schon Erfahrungen bezüglich des Filmen von Unfallstellen gesammelt.

      thueringer-allgemeine.de/web/z…e-Hermsdorf-Ost-644260966

      Edit: Link sollte ich schon setzen :D


      Dass die Hilfsbereitschaft gegenüber Polizisten zusätzlich zu der sowieso schon schwachen Hilfsbereitschaft bei Unfällen abnimmt, kann ich ehrlich gesagt ein wenig nachvollziehen.
      Vor kurzem hat ein Bekannter von mir erste Hilfe bei einem tötlichen VU geleistet. Nachdem er ca. eine Stunde mit eingeschalteter Fahrzeugbeleuchtung am Fahrbahnrand stand, sprang sein Wagen nicht mehr an. Und auf die Frage, ob die anwesenden Polizisten ihm Starthilfe leisten könnten entgegneten diese nur, dass sie nicht befugt seien...
      Wer schon so viel Courage hat und bei einem schweren Verkehrsunfall hilft und mit einem möglicherweise sehr schlimmen Anblick gestraft wird, wird dann nicht mal von der Polizei unterstützt.

      Sowas ist äußerst schlechte Publicity und die spricht sich bekanntlich sehr schnell rum.

      Ich könnte noch viele andere Fälle anführen, in denen die Polizei nicht zu helfen bereit war, obwohl dies ohne weiteres möglich gewesen wäre.


      Ich hoffe diesen Beitrag versteht niemand als Beschönigung der unterlassenen Hilfeleistungen, aber wie gesagt, ich kann gut nachvollziehen, dass sich vielleicht einige vorbeifahrende Menschen gedacht haben "Tja, hats die auch mal erwischt"

      Und nun zerreißt mich.
    • @Vince

      Uns ist es untersagt Starthilfe zu geben. Grund ist die zusätzliche Elektronik (Funk, SoSig usw) und zusätzlich verbaute Batterie. Und in einem Fall der mir bekannt ist, hatte das tatsächlich einen nicht unerheblichen eletrischen Schaden zur Folge, als die Kollegen überbrückt haben.

      Uns ist es z.B. auch (anders als in Berlin) verboten Fahrzeuge abzuschleppen. Eine zeitlang waren sogar die Abschlepphaken aus dem Fahrzeug entfernt worden...

      Abgesehen davon: wenn ich meine Dienstjahre so zurückschaue...was ich Widerstände hatte, was ich beledigt wurde, was man versucht hat mich zu verletzen... und trotzdem würde ich zB immer Erste Hilfe am Bürger leisten, auch wenn ich nicht im Dienst bin. Obwohl mich "der Bürger" über Jahre so schlecht behandelt hat...
    • @ Yellow:

      Schon klar, ich wollte ja wie gesagt auch nichts dergleichen befürworten. Nur weiß manch Mensch, dass bspw. in Berlin und womöglich auch anderen Bundesländern extra Starthilfekabel in dem ein oder anderen FuStW liegen, und den Bürger nachts um zwei Uhr mit platter Batterie auf einer dunklen Landstraße stehen zu lassen, ist halt demjenigen nur schwer erklärbar, selbst wenn es dafür gute Gründe gibt.

      Und dass du trotz all der Anfeindungen nach wie vor hilfsbereit bist, ist zum einen ja löblich, zum anderen erwartet das der Bürger aber auch aufgrund deiner Berufswahl und der eines jeden Polizisten.
      Und wenn es dann mal nicht so kommt, ist die Enttäuschung natürlich umso größer.
    • Hallo,

      @Vince,

      es ist einfach so, dass in den meisten Bundesländern derartige Hilfe per Weisung verboten ist. Und dies wird Aktenkundig belehrt.

      Meinst du das es für uns ,,lustig" ist eine halbe oder gar eine Stunde in einer Baustelle ohne Pannenstreifen hinter einen PKW zu stehen?
      Und bei entsprechender Auslastung der Abschleppdienste dauert es schon mal so lange. Und klar würden wir den PKW mal einfach so rausschleppen und an der nächsten geeigneten Stelle abstellen. Oder schnell der leeren Batterie auf die Sprünge helfen. Wobei da ist dann mehr (Lichtmaschine, Elektronik) und das Fremdstarten würde eh nicht helfen.
      Aber selbst wenn der ,,Stehenbleiber" ein Abschleppseil oder - stange bei hat, und das ist in den seltensten Fällen so, wir dürfen es nicht.
      Wir haben eh kein Starthilfekabel oder Abschleppstangen/seile bei. Wenn von uns ein Fahrzeug ausfällt kommt am Tage ein Schlepper der Polizeidirektion , in der Nacht ein Unternehmen der freien Wirtschaft.
      Somit hat man zwischen einem Schaden, der entstehen kann und unweigerlich Regressansprüche des Dienstherrn nach sich zieht und dem Unmut und den Vorwürfen der betroffenen Bürger abzuwägen. Wofür würdest du dich entscheiden?
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schrödi ()

    • Wie gesagt, ich weiß ja, dass es in mancehn BuLä verboten ist, in manchen eben auch nicht.

      In dem angesprochenen Fall war es nunmal einfach so, dass sich die Beamten weder für die Hilfeleistung bedankt haben, noch helfen konnten/wollten, aber auch keine Hilfe über Dritte angeboten haben. Ein Funkspruch oder Anruf um der betroffenen Person einen Dienstleister zu bestellen, der ihr hilft wäre in meinen Augen durchaus zu leisten gewesen.

      Und das Argument, dass es auch einem Polizisten keine Freude bereitet an ungesicherten Unfallstellen zu stehen, kann man auch dahingehend verwenden, dass eigentlich etwas mehr Verständnis für die Situation der hilfsbedürftigen Person vorhanden sein sollte.

      Mir fehlt einfach bei manchen PVB die richtige Einstellung. Wenn ich mit 2 meiner Räder im Zuge eines Wendemanövers einen Busbahnhof befahre, werde ich mit Blaulicht und ASiG zum anhalten gebracht und darf 10€ bezahlen. Die Beamten, die das so durchgezogen haben, standen übrigens selbst in besagtem Busbahnhof und haben den Linienverkehr sicherlich mehr behindert. Aber wenn sich Staats- und Kommunalkasse füllen lassen ist man halt zu allem bereit.
      Ein einfaches Danke für geleistete Hilfe, sowie das anbieten selbiger (selbst wenn es nur oben erwähnte Vermittlung eines Pannendienstes oder Abschleppers wäre) ist dann aber zuviel verlangt.

      Klar ist natürlich auch, dass sich negative Ereignisse immer mehr einbrennen und rumsprechen und ich will nicht alle PVBs in diesem Land schlechtmachen.
      Der Eindruck überwiegt jedoch in letzter Zeit.

      Aber so langsam kommen wir bzw. ich zu sehr vom Thema ab.
    • Hallo,

      ja genug OT. ;)
      Im übrigen sollten wir uns , egal ,,auf welcher Seite " wir stehen, vor Verallgemeinerungen hüten. :)

      Derartige Diskussionen kenn ich aus anderen Foren und da arten sie regelmäßig aus.Und darauf hab ich keine Lust. :rolleyes: Hier in diesem Forum sollten wir uns weiterhin mit Fustw. und Sondersignalanlagen beschäftigen.
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