Neues in NRW

    • Beim Test-Vito glaube ich nicht an einen Feldversuch. Sondern ich tippe darauf, dass der Ausbauer / Fahrzeugsteller hier 'seine' Designvorlage verwendet hat.

      Beim Sprinter unterstelle ich Absicht. Und finde die gut. Denn so erkennt auch ein Außenstehender auf den ersten Blick solch ein Fahrzeug mit öffentlicher Spezialfunktion.
      Das Fahrzeug sticht heraus und man weiß wo man hin muss. Bei Großlagen sieht man die üblichen uniformierten Anlaufstelle mit minimaler Magnetbeschriftung immer erst, wenn man davor steht - mithin zu spät.
      Schade ist lediglich, dass die Schrafur vom Heck nicht geometrisch konsequent auf die Seiten hinüberläuft.
    • Das jetzt wie mit dem Sprinter mit mehr Kontrastfarben "gespielt" wird ist begrüßenswert, allerdings ist das nur nötig, weil die Signalwirkung im Standardfall dadurch komprimiert ist, dass die silbernen GAPS zwischen dem blauen und gelben Kontrastfarben stehen. Dadurch entfällt der eigentliche Grund für die Einführung der gelben Signalfolie: bessere Wahrnehmung durch kontrastreiche Farbkombinationen. Das Gelb wird nämlich durch die GAPS farblich "übergeleitet", anstatt die volle Kontrastwirkung zu erfüllen.

      Besser wäre es, die GAPS auf Stellen zu kleben, die außerhalb der gelb/blauen kontrastfolie liegen. Es besteht kein Grund die GAPS auf die blaue Folie zu kleben. Die GAPS, falls sie überhaupt nötig sind, können auf die silberne Grund-fahrzeuglackierung unten und oben als Konturmarkierung angebracht werden. Allerdings wäre es angebracht, die GAPS an sich in Frage zu stellen - man sollte lieber die gelb/blaue Folie retroreflektierend anbringen. Vielfach wird das deutsche Bauchbinden-Polizei-Design beibehalten und durch solche Spielchen wie beim NRW-Sprinter "aufgewertet", anstatt sich mit dem Design an sich auseinanderzusetzen. Nur Sachsen-Anhalt scheint sich dieses Problems angenommen zu haben. VESBA ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber die Signalwirkung seitlich bleibt weiterhin minimal.
    • Michael1234 schrieb:


      [...]VESBA ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber die Signalwirkung seitlich bleibt weiterhin minimal.
      Seitlich hat einfach niemand reinzufahren in das Fahrzeug. Wir sind hier in Deutschland.

      Spaß beiseite, ja, seitliche Warneinrichtungen (aktive) sind leider immer noch die Ausnahme. Man beruft sich dabei auf die gute alte "Rundumkennleuchte", die ja nach allen Seiten hin warnt.
      Nur blöd halt dass die Schauze eines Fahrzeug immer noch zuerst in die Kreuzung einfährt... wird noch ein langer Lernprozess sein...
      Das höchste Lob eines Franken: "Bassd scho!"
    • Beck2000 schrieb:

      Michael1234 schrieb:

      [...]VESBA ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber die Signalwirkung seitlich bleibt weiterhin minimal.
      Seitlich hat einfach niemand reinzufahren in das Fahrzeug. Wir sind hier in Deutschland.
      Spaß beiseite, ja, seitliche Warneinrichtungen (aktive) sind leider immer noch die Ausnahme. Man beruft sich dabei auf die gute alte "Rundumkennleuchte", die ja nach allen Seiten hin warnt.
      Nur blöd halt dass die Schauze eines Fahrzeug immer noch zuerst in die Kreuzung einfährt... wird noch ein langer Lernprozess sein...
      Natürlich hilft VESBA vor allem bei Gefahrensituationen auf der BAB, bei denen es eher selten vorkommt, dass ein FUSTW seitlich geparkt ist. Allerdings ist das im Polizeialltag fernab von der Autobahn ja (leider) ganz anders. Blaue LED Blitzer am Kotflügel wären da natürlich vor allem bei der von Dir angesprochenen Kreuzungssituation hilfreich.

      Ich denke aber, dass selbst kleinere Änderungen, wie zum Beispiel die von mir angesprochene Überlegung, die GAPS an anderen Stellen anzubringen, eine große Wirkung haben würde. Es wurde ja schon oft davon gesprochen, die FUSTW mit einer weißen Grundfarbe anzuschaffen. Selbstverständlich wäre das am besten, aber die GAPS auf die silbernen Stellen anstatt auf die blauen Folien zu kleben, wäre auch ein großer Schritt in Richtung passiver Schutz, das der Kontrast blau/gelb so besser zur Geltung kommt.

      Nach bald 2 Jahrzehnten grün/blauer Bauchbinde, könnte man sich also so langsam Gedanken über ein "danach" machen. Die Bauchbinde ist ja, wie am Beispiel NRW Sprinter gut zu erkennen, eher restriktiv wenn es darum geht, die passive Sicherheit durch high-visibility-Design zu erhöhen.
    • Ich bin immer wieder überrascht wie die einzelnen Behörden in Deutschland bei Innovationen hinterher hinken und Lösungsansätze (bessere Erkennbarkeit) im Ausland scheinbar funktionieren ignorieren. Man schaut sich die Einsatzfahrzeuge unserer Nachbarn an (bspw. Dänemark) und sieht dort viele der hier diskutierten Lösungen bereits umgesetzt.
    • FreshVader schrieb:

      Ich bin immer wieder überrascht wie die einzelnen Behörden in Deutschland bei Innovationen hinterher hinken und Lösungsansätze (bessere Erkennbarkeit) im Ausland scheinbar funktionieren ignorieren. Man schaut sich die Einsatzfahrzeuge unserer Nachbarn an (bspw. Dänemark) und sieht dort viele der hier diskutierten Lösungen bereits umgesetzt.
      Das ist es ja gerade, was ich nicht verstehe. Aber da rede ich mir den Mund fusselig. Es ist aber immer so. Deutschland generiert sich als Leitbild der EU, hat aber als letztes die blaue Farbgebung und retroreflektierende Applikationen eingeführt. Das letzte Bundesland ist erst 2016 eingeknickt. Rheinland-Pfalz läuft heute noch wirr umher bei der Thematik, hält sich aber zumindest an gängige DIN-Normen. Über die Blaulichttechnik brauchen wir nicht zu reden. Da wird und kann sich von Deutschland niemand was abgucken. Weder die Franzosen, noch die Italiener, noch sonstwer. Ich kenne kein Land, dass so auf eine starre Matrixanzeige in ihren Blaulichtern pocht und die Anlage so aufbläht wie hier. Die RTK 7 habe ich neulich mal bei einem afrikanischen Staatsoberhaupt im Begleitkonvoi gesehen, auf einem Mercedes-Geländewagen. Gabs wohl inklusive zu dem "german car", sonst hätten die das nicht gekauft. Sonst schwören selbst Entwicklungsländer und auch Russland auf Voll-LED-Balken.

      Das erinnert mich übrigens immer an das hier:

      gannett-cdn.com/-mm-/c08bdfb2d…6205334925116266-msp2.jpg

      Germany in a Nutshell.

      Nur haben die Kollegen in Michigan wenigstens neben ihrer Flosse auf der Motorhaube noch Intersectionlights und der Beacon auf dem Dach ist hell wie ein Leuchtturm- hier hingegen wird schon über angebliche Netzhautablösung diskutiert, wenn das Blauchlicht mal eine Nuance zu hell ist. Dieselskandal ick hör dir trapsen. Seitliche Blaulichter- In Deutschland undenkbar. Zumindest bei der Polizei. Andere wie das BRK in Bayern (NEF) sind da schon weiter.
      Das höchste Lob eines Franken: "Bassd scho!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Beck2000 ()

    • Michael Schüler schrieb:

      Beck2000 schrieb:

      Andere wie das BRK in Bayern (NEF) sind da schon weiter.
      Was ist an denenso Besonderes? Au0er schön bunt, Schrankwand auf dem Dach und mickrigen Frontwarnleuchten ?(

      Ich vermute, es sind die Intersection Lights gemeint: rettungsdienst.brk.de/aktuelle…erheit-auf-einsatzfahrten

      Das ist insofern neu, als dass hier ein System von Standby Pintsch zum Einsatz kommt, das keine Sondergenehmigung benötigt, sondern als Rundumkennleuchte zugelassen ist: standby-pintsch.eu/emergency/kreuzungsblitz-kb1-und-kb2/
    • Weniger Ausrüstung auf Fustkw?

      Neu

      Tach zusammen,

      laut RP ONLINE regt die GdP NRW, aufgrund der Platz-/Zuladungsproblematik, eine Reduzierung der auf den Funkstreifenwagen mitzuführenden Ausrüstung an.
      Gibt es in anderen Bundesländern ähnliche Überlegungen?
      Gruß vom Niederrhein

      Alex

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