Nissen Warneuchten als Heckblaulicht

    • Nissen Warneuchten als Heckblaulicht

      Beim Betrachten des Hecks der aktuellen SiKw aus Mecklenburg-Vorpommern fällt auf, dass der vordere Blaulichtbalken komplett verdeck ist. Jedoch sind auf dem Gestell der WeNiPol zwei Heckblitzer erkennbar, ob Hänsch oder Hella kann ich nicht sagen. Auf diesem älteren SiKw leuchten jedoch welche in gelb.
      Frage 1: Sind sie nunmehr gelb oder blau oder gar umschaltbar?

      In diesem Video fährt ein SiKw mit Blaulicht. Die Heckblitzer leuchten scheinbar nicht; die Sequenz ist eigentlich lang genug, dass man sie mindestens ein mal doch erkennen würde. Dafür blinken die Nissen Warnleuchten in Blau.
      Frage 2: Ist die Nissenleuchte dauerhaft an den Balken gekoppelt oder muss sie extra zugeschaltet werden?
      Frage 3: Ist die Nissenleuchte für den Fahrbetrieb zugelassen oder eigentlich nur für den stationären Betrieb + ggf. langsame Rollfahrt?
    • drpanic schrieb:

      die gelben LED-Blitzer-Leisten sind als RWS ... Bestandteil der SoSi.
      Das glaube ich mal weniger.

      drpanic schrieb:

      Je nach Bundesland ist die Funktion an den Warnblinker gekoppelt oder frei bedienbar, kommt ganz auf die jeweilige Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO an.
      Als Warnblinkerzusatz bräuchte es keine AG. Dann müssten sie aber auch entsprechend zugelassen sein, was sie nicht sind.

      drpanic schrieb:

      Die Nissen-Blaulichter sind ja blau und dürften m.E. daher auch in Fahrt geschaltet werden;
      Dürften oder dürfen?
      Nur weil eine blaue Streuscheibe verbaut ist, ist es noch lange kein zugelassenes normales Blaulicht.


      drpanic schrieb:

      womöglich ist das hier auch sinnvoll, da der Dachaufbau den vorderen Dachbalken nach hinten verdeckt.
      Es ist nicht nur sinnvoll, sondern auch vorgeschrieben, dass das Blaulicht ringsum sichtbar ist. Wenn es eine Leuchte geometrisch nicht schafft, dann muss man weitere Leuchten montieren.
      Fraglich ist nur, ob es sinnvoll ist, im Fahrbetrieb nach hinten ausgerechnet Weitwarnleuchten/Vorwarnleuchten zu betreiben oder ob man damit den nachfolgenden Fließverkehr nicht unnötig optisch behindert oder gar gefährdet.
    • drpanic schrieb:

      Je nach Bundesland ist die Funktion an den Warnblinker gekoppelt oder frei bedienbar, kommt ganz auf die jeweilige Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO an.
      In diesem Punkt muss ich widersprechen. Ausnahmgenehmigungen sind nicht mehr erforderlich, seit es den § 52 Abs. 11 StVZO gibt. Der besagt verkürzt, dass Fahrzeuge, die Blaulicht führen dürfen, auch Heckwarnsysteme in Gelb führen dürfen. Diese müssen jedoch sogar unabhängig von der übrigen Fahrzeugbeleuchtung schaltbar sein und dürfen nur im Stand oder bei Schrittgeschwindigkeit betrieben werden.

      Daneben gibt es auch Leuchten, die die Zulassung als zusätzliche Warnleuchte nach § 53a Abs. 3 StVZO besitzen und von jedermann ohne irgendwelche Genehmigungen für Absicherungszwecke genutzt werden dürfen.
    • 041 schrieb:

      es sieht mir aus aus als müssten die Weitwarner hinten nicht zwingend mit dem Blaulicht eingeschaltet werden weil dazischen noch "normale" Blitzer verbaut sind
      Das war genau meine Frage. Sind die "normalen Blitzer dazwischen" blau und / oder gelb.

      Antwort schrieb:

      Was Du meinst ist, dass der Hersteller in die bauliche Anlage auch ein RWS eingebaut und die Steuereinheiten kombiniert hat. Zwei Systeme in einem Baukörper.
      Nachtrag:
      Die Leuchtschrift die in einem Balken oder auf dem extra Anzeigegeber über dem Balken angezeigt werden kann, würde auch niemand als Teil der SoSi bezeichnen. Und abgenommen/zugelassen wird sie auch einzeln.
      Bei den SiKw aus M-V sind die mutmaßlich gelben Heckblitzer auch nicht einmal ansatzweise baulich in einer Einheit mit der blauen SoSi-Anlage.

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