DBS 5000 -- neuer, flacher LED-Lichtbalken von Hänsch

    • Sagen wir mal so: Die Ecklichter in einem Alkoven haben immerhin meistens noch ein wenig Reflexionsfläche um sich herum, ist nicht viel und gerade bei LED-Modulen mit einer "Blickrichtung" nützt das auch nur bedingt, aber einen Tick mehr Helligkeit/Sichtbarkeit bringt das schon. Einzellichter, so klein sie auch sein mögen, sind dafür in der Regel nicht nur aus einem einzigen bestimmten Blickwinkel zu sehen. Der lange Balken im obigen zweiten Video (ich kenne auch so ein Teil auf einem Dresdener ITW) macht hingegen absolut keinen Sinn. Da leuchten nur die vergleichsweise kleinen Ecken, der Rest bleibt völlig dunkel und schirmt beide von sich aus schon nicht sonderlich hellen Eckleuchten auch noch gegeneinander ab. Worin liegt jetzt der Sinn, so einen langen Balken mit nahezu nichts drin aufs Dach zu setzen, zwei Einzellichter täten es auch und wären bestimmt nicht teurer, dafür garantiert sichtbarer?!
      Aber gegen einen ASG/ISG nach vorne habe ich nichts einzuwenden, finde ich sogar in der Tat sinnvoll. Die New Yorker Polizei benutzt diese hübschen, blauen Whelen Leuchtschriftbänder hinten an ihren Leuchtbalken - ich mag die sehr, aber bringen andererseits "sehr viel", wenn ich von hinten lesen kann, dass ich vor dem Auto "von Gesetzes Wegen" Platz machen soll.

      Na ja, aber jeder wie er es für richtig hält...

      @Beck2000
      Gegen weitere LED-Module im Balken spricht einzig und allein der zusätzliche finanzielle Aufwand, die Dinger sind alles andere als "billig". Und das dürfte auch ein Grund sein, noch speziellere Balken eben nicht zu entwickeln, "speziell" heißt dann nämlich auch gleich "speziell teuer". Das ist ein grundsätzliches Problem egal in welchen Bereich unseres täglichen Lebens, denn alles was sich "speziell für..." nennt, wird gleich mal deutlich teurer angeboten, selbst wenn sich das Produkt nicht vom gleichen Standardprodukt aus dem gleichen Haus unterscheidet und nur in einer anderen Schachtel steckt!
      Grüße von der Baar

      Ralf
    • Antwort schrieb:

      Dann sind Deiner Meinung nach Einzelblaulichter auf den oberen Fahrzeugecken oder gar die integrierten Lösungen bei Alkoven/Koffern der Rettungsdienste und Feuerwehr unverantwortliches Teufelszeug?
      Viel hilft nicht immer viel.
      "Teufelszeug" ist es nicht. Und zum Beispiel Rosenbauer (beim AT) oder Lentner im Feuerwehrbereich zeigen, wie man es richtig macht. Bei anderen bin ich mir nicht so sicher.

      Ich finde es allerdings beachtenswert, wieviel über die Seitenwirkung eines Balkens oder Blaulichts philosophiert wird. Wie wäre es einfach mit Intersection-Lights? Achso, die sind dann bestimmt zu hell *Ironie off*. Ich weiß, das Dingens heißt "Rundumkennleuchte" und das war vielleicht früher so, als der Schutzmann noch mit dem Käfer und einem Topf auf dem Dach umher fuhr, aber moderne Anforderungen erfordern auch neue Lösungen, und gerade die LED-Technik gibt das absolut her. Der Fehler ist, dass man Verordnungen, die noch aus grauer Vorzeit sind, jetzt ins 21. Jahrhundert pressen will. Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich finde viele der US-Fahrzeuge lichttechnisch auch sehr übertrieben und bin kein USA-Fanboy. Aber wir in der BRD brauchen uns ebenfalls nicht einbilden, wir wären SoSig-technisch das Non-Plus-Ultra.
      Das höchste Lob eines Franken: "Bassd scho!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Beck2000 ()

    • Was "Intersections" angeht, stimme ich zu, die sollten endlich Einzug halten dürfen, denn da muss man auch gar nicht mehr die USA anführen, in Europa sind die schon reichlich genug (erfolgreich, wie ich mal annehme) im Einsatz. Allerdings halte ich von denen am Rückspiegel nur bedingt was, die sitzen schon zu weit hinten. Weiter vorne am Kotflügel machen Intersections aber absolut Sinn - es müssen ja keine sein, die einen die Augen wegbrennen, aber Frontblitzer reichen nun mal nicht weit genug "ums Eck" bei einer Einfahrt in eine Kreuzung...
      Grüße von der Baar

      Ralf
    • HI Jungs,

      ich will dafür keinen extra-Thread öffnen sondern nur als
      Zwischenfrage einschieben da auch hier die Spezialisten mitlesen:

      ich sehe in letzter Zeit verstärkt offensichtlich nicht-BOS-Fahrzeuge mit diesen Saugnapf-Blitzern für die Frontscheibe ... also Privatwagen, Bestatter ... !

      leider immer nur ausgeschaltet,
      deswegen weiß ich nicht, in welcher Farbe die blitzen.

      Gibts da inszwischen was Legales für den Privatmann,
      also analog zu den orangen-RKL zur Absicherung von Unfallstellen ?

      So richtig vorstellen kann ich mir das zwar nicht, bin aber auch nicht soo im Thema ...

      ... danke :)
    • Nach §53a Abs. 3 StVZO für jedermann zulässige LED Blitzer gibt es z.B. von Hella, Hänsch und Premier Hazard. Sie leuchten gelb. Die Anbaurichtug ist nicht beschränkt und damit auch durchaus nach vorne zulässig. Allerdings gibt es sie nicht standardmäßig in Saugnapf-Version. Das sind dann vermutlich eher Modelle ohne die entsprechende Zulassung. Nach den Zulassungsurkunden des KBA soll auch eigentlich nur der Betrieb im Stand zur Absicherung zulässig sein. In der StVO selbst findet sich diese Einschränkung allerdings nicht. Der Bestatter kann sie also durchaus verbauen. Dass er damit etwa vor sich selbst als "fahrender Gefahr" in der Rettungsgasse warnen will, könnte sogar theoretisch noch in Ordnung gehen, dürfte aber in der Praxis auch einfach keinen interessieren.
    • Hallo zusammen!

      Also ich persönlich bin der Meinung, dass solche Lichtbalken, wie die DBS 5000 richtige Schritte in Sachen Beleuchtungseinrichtung sind!
      Ich hab ihn auch selber bei der GPEC in Leipzig erleben dürfen und kann sagen, dass es einen Einsatzraum gut ausleuchten könnte!
      Die heutigen Lichtbalken, welche von deutschen Herstellern verkauft werden, sind einfach nicht mehr zeitgemäß!
      Argumente wie die hier aufgeführten in Sachen Sichtbarkeit finde auch etwas komisch, da gerade die alten Lichtbalken, wie die Hella RTK oder die Pintsch Bamag Zirkon meiner Auffassung sehr schlecht zu erkennen sind, und ferner aerodynamische Eigenschaften eines Ziegelsteines besitzen. Die darin verbauten LEDs sind schlecht am Tage zu erkennen und vor allem platzraubend eingebaut. Oftmals haben BOS immer noch strobo-leuchten in ihren RTKs, was deutlich schlechter sichtbar ist, als LEDs. Flache Lichtbalken sind nicht schlechter zu erkennen! Ich war selber schon in anderen europäischen als auch außereuropäischen Ländern unterwegs und konnte mich davon überzeugen! Auch bedeutet eine hohe Anzahl von LEDs nicht, dass der entgegenkommende Verkehrsteilnehmer geblendet wird, als würde er in eine Supernova starren! Vielmehr wird er durch die Menge an Beleuchtung das BOS-Fahrzeug schneller erkennen!
      Matrixanzeigen, wie sie von der Polizei in Deutschland gerne verwendet werden, brauchen generell auch nicht so viel Platz, wie sie bei den Hella, Hänsch und Pintsch Bamag Lichtbalken bekommen. Rauwers konnte z.B. auf der GPEC demonstrieren, dass Federal Signal solche Matrixleuchten zum Aufklappen anbietet, welche bis zu Geschwindigkeiten von ca. 100 km/h benutzbar sind! Man konnte eben jene auch deutlich besser von der Seite erkennen!
      Kostengründe als das Argument zum Verbauen von Lichtbalken mit Plastikabdeckungen anzugeben sehe ich auch als haltlos, da es genug Sondersignalanlagen von Firmen aus dem Ausland gibt, wie z.B. Federal Signal oder Premier Hazard, die auf gleicher Kostenbasis full led lichtbalken anbieten. Es ist wohl eher das stumpfe kaufen von deutschen SoSi-Anlagen, was die Kosten drückt; deutsche Hersteller verkaufen ihre Produkte eben als "Made in Germany" - wobei bekanntlichermassen nicht alles Gold ist, was glänzt. Es ist demnach auch kein Wunder, dass diese Hersteller so gut wie nichts exportieren können, da die konkurrenz augenscheinlich fortschrittlicher ist und für den gleichen Preis einfach mehr anbietet!
    • Coltsmith schrieb:


      Kostengründe als das Argument zum Verbauen von Lichtbalken mit Plastikabdeckungen anzugeben sehe ich auch als haltlos, da es genug Sondersignalanlagen von Firmen aus dem Ausland gibt, wie z.B. Federal Signal oder Premier Hazard, die auf gleicher Kostenbasis full led lichtbalken anbieten. Es ist wohl eher das stumpfe kaufen von deutschen SoSi-Anlagen, was die Kosten drückt; deutsche Hersteller verkaufen ihre Produkte eben als "Made in Germany" - wobei bekanntlichermassen nicht alles Gold ist, was glänzt. Es ist demnach auch kein Wunder, dass diese Hersteller so gut wie nichts exportieren können, da die konkurrenz augenscheinlich fortschrittlicher ist und für den gleichen Preis einfach mehr anbietet!
      Das ist ja in Frankreich nicht anders, speziell bei der Polizei. Die kaufen ja auch nur vom heimischen Markt. Von daher muss man die Befürworter hier in Deutschland verstehen und deren Begründungen. Hat auch ein bischen was mit Stolz zu tun. Wie damals bei der LKW-Maut. Österreich hatte schon ein funktionierendes System, aber neeeein, hierzulande musste man das Rad neu erfinden. German Engineering.
      Das höchste Lob eines Franken: "Bassd scho!"

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