Intersection Lights

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    • Intersection Lights

      Hallo zusammen,

      theoretisch sind die Dinger ja in Deutschland nicht legal.

      Interessant ist aber die Tatsache, dass immer mehr BOS-Fahrzeuge trotzdem damit ausgestattet sind:

      Zum Beispiel ein RTW aus Lüdenscheid

      Ist es möglich, dass man mit dieser Bauweise (je ein Front- und Seitenblitzer pro Seite) die Zulassungsvorschriften überlisten kann?

      Diese Bauweise ist jedenfalls im Moment der letzte Schrei, auf der Rettmobil in Fulda hatten fast alle Fahrzeuge Intersection-Lights in dieser Machart.

      Danke für eine Info!

      Gruß
      Daniel
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      Ist mir eigentlich egal, wie das "möglich" wurde. Intersectionlights sind der richtige Schritt. Die einzigen, die das noch nicht kapiert haben, sind die Polizeibeschaffer.
      Mittlerweile fahren auch immer mehr HiOgs mit 4 oder manchmal 6 Frontblitzern herum. In Zeiten, wo der Mensch immer ignoranter und egozentrischer wird, ebenfalls der richtige Schritt... sonst kommen wieder die dollsten Ausreden, man habe das Fahrzeug nicht gesehen im Rückspiegel, etc.
      Das höchste Lob eines Franken: "Bassd scho!"
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      Beck2000 schrieb:

      Intersectionlights sind der richtige Schritt. Die einzigen, die das noch nicht kapiert haben, sind die Polizeibeschaffer.
      Die achten (im Idealfall) auf mehr als nur auf 'schaut geil aus'.
      Zum Beispiel auf die Kosten. Wozu nicht nur das Material zählt. Sondern auch Einbau, Rückbau, Wertverlust durch Einbau, Planungskosten, ... Das dann mal die Anzahl der Fahrzeuge. Und all das aus dem Steuertopf. Dem wird der Nutzen entgegengestellt - und womöglich auch die Unfallkosten.

      Unbestreitbar bringen IntersectionLights einen Vorteil, wenn das Einsatzfahrzeug seine Nase zwischen zwei LKWs in die Kreuzung schiebt. Wenn die LKWs aber an der Haltelinie stehen, sind sie ein paar Meter vom kritischen Querverkehr entfernt. Schon schmilzt der Vorteil der IntersectionLights, die zumeist auch nicht ganz vorne am Fahrzeug verbaut sind; sondern eher nur 50 bis 100cm vorm Dachbalken.
      Im dynamischen tatsächlichen Fahrgeschehen wird das Einsatzfahrzeug in der Kreuzungsannäherung auch eher selten komplett verdeckt. Sondern ist sichtbar. Wird nur eben nicht für voll genommen. Oder geht in den sonstigen Umgebungseinflüssen in der Wahrnehmung der Fahrer unter. Daran ändern auch IntersectionLights wenig.
      Der reale Zeit- und Streckenvorteil von IntersectionLights bei Normfahrzeugen ist einfach zu gering, um ein steuerfinanziertes must-have zu sein.

      Anders schaut es aus, wenn man -wie beispielsweise die Holländer- keine Blaulichtanlage vorne auf dem Dach hat. Sondern ein Einzelblaulicht auf der hinteren Dachkante.
      Und da passt auch diese Inflation der Frontblitzer hin:

      Beck2000 schrieb:

      Mittlerweile fahren auch immer mehr HiOgs mit 4 oder manchmal 6 Frontblitzern herum. In Zeiten, wo der Mensch immer ignoranter und egozentrischer wird, ebenfalls der richtige Schritt... sonst kommen wieder die dollsten Ausreden, man habe das Fahrzeug nicht gesehen im Rückspiegel, etc.
      Oftmals blitzt und blinkt die Front in der Frontalansicht nunmehr total beeindruckend. Aber wofür ist der Frontblitz eigentlich da? Zur Ergänzung des Dachlichtes, wenn man dieses im Rückspiegel wegen der Sichtachsen nicht mehr sehen kann. Wenn man nun die viel Frontblitzer schön weit unten / außen / oben verbaut, dann sieht man sie als knapp Vorrausfahrender doch nicht mehr im Spiegel. Und wundert sich, wo da TatüTata herkommt.


      Viel mehr Licht ist keine Universallösung. Frag mal die Autobahnmeistereien. Oder all die anderen (ausländischen) BOS deren Fahrzeuge trotz Christbaumanmutung abgeschossen werden.
      Licht gehört zielgerichtet verbaut. Neben den Kosten auch wegen Reizüberflutung, Blendung, Ablenkung vom sonstigen Verkehrsumfeld, ...
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      ... eine interessante und scheinbar fundierte Ausführung, die mir gefällt.

      Auch die grundsätzlichen Gedanken zur Wirtschaftlichkeit,
      die zB Material- und Einbaukosten den möglichen Unfallkosten gegenüber stellt.

      Das allerdings funktioniert m.M.n. nur, wenn man bei Unfällen von reinen Sachkosten ausgeht,
      und komplett ausser Acht lässt, dass mitunter auch Menschen sterben oder für den Rest ihres Lebens "erheblich beschädigt" werden.

      Das Wiederum ist m.M.n. nicht mit Geld aufzuwiegen.
      Mitarbeiter und andere Verkehrsteilnehmer sollten nicht als nachwachsender und kostengünstiger Rohstoff gesehen werden. Oder meinstest du einfach nur, dass das Geld aus verschiedenen Töpfen kommt ?
    • Neu

      Danke für die Blumen.

      Ich meine es so unethisch und damit betriebswirtschaftlich, wie es im Alltag nun mal (leider) ist. Ok, da die öffentliche Hand beteiligt ist, könnte man es auch noch volkswirtschaftlich hinterfragen.
      Es ist Fakt, dass weder die private noch die öffentliche Hand das menschliche Leben und die Unversehrtheit auf alle Kosten schützen. Es genießt einen sehr hohen Stellenwert in der Abwägung. Aber eben nicht um jeden €-Preis.
      Das kann man, auch im Lichte von Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 2 GG, kritisieren. Es bleibt aber quer durch alle Lebensbereiche Realität. Alles andere wäre auch unbezahlbar, sowohl für den einzelnen Haushalt als auch die Volkswirtschaft.
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      Beck2000 schrieb:

      Ist mir eigentlich egal, wie das "möglich" wurde. Intersectionlights sind der richtige Schritt. Die einzigen, die das noch nicht kapiert haben, sind die Polizeibeschaffer.
      Mittlerweile fahren auch immer mehr HiOgs mit 4 oder manchmal 6 Frontblitzern herum. In Zeiten, wo der Mensch immer ignoranter und egozentrischer wird, ebenfalls der richtige Schritt... sonst kommen wieder die dollsten Ausreden, man habe das Fahrzeug nicht gesehen im Rückspiegel, etc.
      Dann hast du wohl nicht die Ausschreibungsunterlagen zu den kommenden Streifenwagen der Polizei NRW gelesen. Dort sind die gefordert. Ob die dann tatsächlich auch so kommen, glaube ich erst wenn ich den ersten Wagen live vor mir sehe...

      Hier nochmal eine Diskussion in einem anderen Forum zu dem Thema: sondersignalanlagen.com/showthread.php?t=28389
    • Neu

      Antwort schrieb:

      Die achten (im Idealfall) auf mehr als nur auf 'schaut geil aus'.
      Ähm und wer genau tut letzteres? Klingt ja fast so als würdest du Beschaffern wie z.B. dem bayerischen roten Kreuz oder diversen Feuerwehren genau das unterstellen. "Weils geil aussieht." Komische und sehr konservative Sichtweise.

      4 Frontblitzer sehe ich übrigens noch nicht als problematisch an.
      Das höchste Lob eines Franken: "Bassd scho!"
    • Neu

      Beck2000 schrieb:

      Antwort schrieb:

      Die achten (im Idealfall) auf mehr als nur auf 'schaut geil aus'.
      Ähm und wer genau tut letzteres? Klingt ja fast so als würdest du Beschaffern wie z.B. dem bayerischen roten Kreuz oder diversen Feuerwehren genau das unterstellen. "Weils geil aussieht." Komische und sehr konservative Sichtweise.
      Dies war die pointierte Zusammenfassung dafür, dass Beschaffer nicht nur nach dem subjektiv Benötigtem schauen. Sondern auch auf andere Dinge. Wie Du aus dem weiteren Verlauf meiner Aussage gut entnehmen kannst.
      Intersection Lights sind aktuell die hippe Mode in der weiteren lichttechnischen Aufrüstung. So etwas wird dann auch schnell gefordert und mit einem gefühlten Zeit- und Sicherheitsgefühl begründet. Ohne dass man auf objektive Studien zurückgreifen kann.

      Und ja, lokale Feuerwehren sind bisweilen flexibler und ausgabefreudiger in Bezug auf zusätzliche Gimmicks. Gerade solche, die man gut verkaufen kann. Auch das BRK gilt nicht gerade als notrisch klammer Rettungsdienstanbieter; die verteidigen ihre Pfründe derzeit sehr massiv gegen andere Bewerber.
      Da sind die Polizeien der Ländern eine andere Hausnummer. Sowohl in der Gesamtsumme der jeweiligen Fahrzeuge und damit Ausrüstungskosten. Als auch in der haushalterischen Finanzierung. Und der Personalausstattung der Beschaffer. Und auch in der Lobbyarbeit. Die Polizei gewinnt mit Intersection Lights auch keinen Nachwuchs - lokale Feuerwehren und HiOrgs wissen es aber durchaus als Werbemittel einzusetzen.

      Beck2000 schrieb:

      4 Frontblitzer sehe ich übrigens noch nicht als problematisch an.
      Ich auch nicht. Wenn sie sinnig montiert sind.
      Ausgangspunkt war die Aussage, dass HiOrgs sich immer mehr Frontblitzer verbauen, damit sie wahrgenommen werden. Darauf habe ich mich bezogen. Und hingewiesen, dass eher selten die Anzahl der Frontblitzer das Problem bzw. die Lösung ist. Sondern der Montageort. Die Teile sollen durch die Heckscheibe des vor einem in geringem Abstand fahrenden PKW durchleuchten. Dazu bedarf es nicht etlicher Leuchten. Sondern einer sinnvollen Einbauhöhe und Breite.

      Dustoff schrieb:

      Die Berliner Feuerwehr testet gerade ein neues NEF und dieses Fahrzeug hat Frontblitzer der Firma Whelen, die etwas "Keilförmig" aussehen und somit auch von der Seite erkannt werden. Halte ich für eine sehr interessante Idee und Alternative!
      In der Tat sehr interessant.
      Technisch gut, weil die Leuchtpunkte fast ganz vorne sind. Somit mehr Zeit- und Weggewinn als wenn sie irgendwo mittig an die Kotflügel montiert werden.
      Finanziell gut, da keine weiter Leuchteinheit gebraucht wird. Und somit auch zusätzliche Verkabelung, Montageaufwand und weiteres Bohrloch entfallen.

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