Bremer Polizei nutzt Carsharing

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    • 041 schrieb:

      Was haltet ihr davon ?
      Viel.
      Was wäre denn die Alternative? Einen eigenen Fuhrpark von der Größe vorhalten, dass die meisten Fahrzeuge Standschäden bekommen. Nur dann wäre gesichert, dass man immer ein eigenes Fahrzeug verfügbar hat.

      Da Bremen nicht sehr groß ist, ist der permanente Fahrzeugbedarf nicht hoch. Die wirtschaftlich vertretbar vorhaltbare Reserve ist somit anzahlmäßig gering.

      Daher braucht man schnell mal ein zusätzliches Fahrzeug.

      Bei großen Organisationen stehen mehr Reserven zur Verfügung, egal ob Behörde oder Großkonzern. Aber auch da kommt irgendwann der Grenzwert der Wirtschaftlichkeit. Und dann fahren auch Bahn, Post und Siemens mit externen Leihwagen.


      Man braucht nicht einmal einen sehr spitzen Bleistift bei der Kalkulation, um in die Wirtschaftlichkeit des Carsharings (aka Kurzzeitmiete, Leihwagen, ...) zu rutschen. Über Wertverlust und Reparaturbedarf kann man das gut kalkulieren. Dazu kommt noch der große Faktor Treibstoff und Kleinigkeiten wie bspw Versicherung/Haftung.
      Da muss ein Fahrzeug schon tagtäglich mehr als eine Fahrt absolvieren, damit sich die Eigenanschaffung lohnt.
    • HAZ schrieb:

      „Mehrfach monatlich“ nutzen deshalb verschiedene Dienststellen seit 2016 aus dem Bereich der Ermittlungskommissariate, des Einsatzstabes und der regionalen Reviere die Leihwagen – sei es für Ermittlungen, Fortbildungen oder andere Dienstfahrten, bei denen kein Blaulicht gebraucht wird.
      Definitiv, da kann ich @Antwort nur beipflichten. Wenn Cambio auch evtl. in der Nähe Fahrzeuge zu stehen hat... macht Sinn!
      Wenn der Dienstherr Dich verachtet und Dir nach dem Leben trachtet, denn er tut Dir gar nicht gut was er mit dem Dienstplan tut
    • .... und wie sieht es aus, mit dem immer wieder herbei gezogenen Datenschutz ?

      Weiß man denn, welche Daten solch ein Anbeiter erhebt ?
      Was ist, denn der ausliest wohin der User fährt, und dabei evtl gewisse Regelmässigkeiten erkennt ?

      Dadurch könnten zb verdeckte Dienststellen oder "regelmässige Kunden" identifiziert werden.

      Mir ist klar dass im Prinzip keine "Einsätze" damit gefahren werden,
      aber zeitunkritische Ermitllungen oder Dienst- bzw Botenfahrten könnten durchaus solche Ziele haben ...

      Dann wäre noch die Ausfallsicherheit zu nennen ... niemand weiß, wie gut diese Fahrzeuge gewartet werden und wie verlässlich sie auf Dauer sind
      Wer haftet, wenn man durch technische Unzulänglichkeiten (falsche Reifen, defekte Bremsen) zu Schaden kommt ?
      Der Dienstherr ? der Halter ? der Fahrer ?

      und natürlich die Sicherheit ... gerade in heutigen Zeiten .... der Schutzmann setzt sich dienstlich in ein Fahrzeug,
      welches zuvor jeder befingert haben könnte ...

      also ich weiß nicht ... Sicherheit darf nicht nur eine Frage des Geldes sein

      natürlich ist das jetzt eine schnelle und gute Lösung,
      wird aber sicher dazu führen dass zB der Fuhrpark weiter ausgedünnt wird, weil man ja sieht
      das externe Anbieter günstig einspringen können

      und dehnt diese Denkweise auf andere Bereiche aus ... leiht man sich in 5 Jahren dann auch Waffen und Schutzausrüstung kurzfristig aus ?!
    • 041 schrieb:

      .... und wie sieht es aus, mit dem immer wieder herbei gezogenen Datenschutz ?

      Weiß man denn, welche Daten solch ein Anbeiter erhebt ?
      Was ist, denn der ausliest wohin der User fährt, und dabei evtl gewisse Regelmässigkeiten erkennt ?
      Heutzutage sollte man jeden Geschäftspartner auf dessen Umgang mit Datensicherheit prüfen. Und muss ihm auch im gewissen Umfang vertrauen. Zumal das Auswerten nicht nur technisch möglich sein muss. Sondern auch aktiv betrieben werden müsste. Mit genügend krimineller Energie und einer Absicht. Wozu? Und die Fahrzeughersteller könnten es damit genauso.
      Bewegungsprofile von Polizeifahrzeugen / Polizeikräften kann man bei Bedarf auch anders erstellen. Egal ob durch Handyortung, GPS-Tracker, usw. Oder auch durch klassische Beobachtung.

      041 schrieb:

      Dann wäre noch die Ausfallsicherheit zu nennen ... niemand weiß, wie gut diese Fahrzeuge gewartet werden und wie verlässlich sie auf Dauer sind
      Da nicht nur (im gewissen Rahmen zum Schweigen verpflichtete) Beamte sondern hauptsächlich zahlende Kundschaft Nutzer der Fahrzeuge sind, besteht ein hohes Eigeninteresse des Anbieters an der Zuverlässigkeit der Fahrzeuge.

      041 schrieb:

      Wer haftet, wenn man durch technische Unzulänglichkeiten (falsche Reifen, defekte Bremsen) zu Schaden kommt ?
      Der Dienstherr ? der Halter ? der Fahrer ?
      Na so wie sonst auch. Der Halter und ggf zusätzlich der Fahrer. Und der Dienstherr in seinem Rahmen als Dienstherr. Nichts anderes, als wenn die Dienstreise mit der Bahn oder dem (gecharterten) Bus erledigt wird.

      041 schrieb:

      und natürlich die Sicherheit ... gerade in heutigen Zeiten .... der Schutzmann setzt sich dienstlich in ein Fahrzeug,
      welches zuvor jeder befingert haben könnte ...
      Die Gefahr besteht natürlich.
      Aber zum einen ist die Wahrscheinlichkeit gering, da die Fahrzeuge nicht fast exklusiv durch die Polizei genutzt werden. Zum anderen ist die Gefahrenlage bei normalen Einsätzen wohl deutlich höher einzuschätzen, als die durch manipulierte Fahrzeuge.

      041 schrieb:

      also ich weiß nicht ... Sicherheit darf nicht nur eine Frage des Geldes sein
      Aber auch.
      Und auch wenn Polizei / Polizisten in einigen Schichten als Feindbild angesehen werden, so teilen sie dieses Schicksal mit Mitarbeitern von Großkonzernen (Kapitalisten, Umweltzerstörer), Immobilienwirtschaftlern (Miethaie, Gentrifizierer), Soldaten (Mörder), Lokalpolitikern, ... Das Restrisiko besteht. Aber man sollte es nicht überbewerten und als leider zum Leben zugehöriges Restrisiko akzeptieren.

      041 schrieb:

      natürlich ist das jetzt eine schnelle und gute Lösung,
      wird aber sicher dazu führen dass zB der Fuhrpark weiter ausgedünnt wird, weil man ja sieht das externe Anbieter günstig einspringen können
      Ja und? Es sind unser aller Steuergelder. Die entweder nicht teuer verschuldet aufgenommen oder aber in andere Bereiche investiert werden können.
      Es geht (bislang) nicht um eine Kürzung der Einsatzbereitschaft der Polizei. Sondern nur um eine wirtschaftliche Herangehensweise.

      041 schrieb:

      und dehnt diese Denkweise auf andere Bereiche aus ... leiht man sich in 5 Jahren dann auch Waffen und Schutzausrüstung kurzfristig aus ?!
      Seit Jahr und Tag leiht die Polizei sich Material aus. So wie alle anderen Behörden auch. Egal ob Fahrzeuge, Büroausstattung oder anderes.
      Jedoch ist bei gesicherter Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit die Grenze. Und daher werden Standardwaffen und Schutzweste auch zukünftig eher nicht darunter fallen. Sonderausrüstung aber schon - schließlich braucht man sie zu selten um sie dauerverfügbar selbst zu besitzen.
    • Moin,

      Antwort schrieb:

      Bewegungsprofile von Polizeifahrzeugen / Polizeikräften kann man bei Bedarf auch anders erstellen. Egal ob durch Handyortung, GPS-Tracker, usw. Oder auch durch klassische Beobachtung.
      klar kann man das, ich gehe aber davon aus dass Carsharing-Anbieter dies routinemässig machen bzw ohne großen Aufwand könnten,
      allein schon weil sie wissen wollen, wo ihre Fahrzeuge abgestellt sind bzw dies per App usw angezeigt werden muss.

      Damit gehen die technischen Hürden gegen Null.
      Und die Anforderungen an die Verschwiegenheit bzw Führungszeugnisse derer Mitarbeiter werden sicherlich nicht so hoch sein
      wie dies bei kritischen fremdvergebenen Dienstleistungen gefordert wird.

      Antwort schrieb:

      Und der Dienstherr in seinem Rahmen als Dienstherr. Nichts anderes, als wenn die Dienstreise mit der Bahn oder dem (gecharterten) Bus erledigt wird.
      Ist mir ja klar dass dies irgendwie geregelt sein muss, ich befürchte aber Nachteile falls doch mal ein Beamter zu Schaden kommt.
      Der darf sich dann womöglich mit verschiedenen Adressaten auseinander setzen weil jeder den Ball weiter gibt ...

      Antwort schrieb:

      Aber zum einen ist die Wahrscheinlichkeit gering, da die Fahrzeuge nicht fast exklusiv durch die Polizei genutzt werden.
      Sicherlich werden bzw wurden zB bei verschiedenen Großveranstaltungen schon Fahrzeuge geleast, jedoch immer relativ "überraschend",
      man konnte vorher nicht wissen vom welchem Anbieter und welche Fahrzeuge....

      Hier dürfte die Auswahl aber überschaubar sein, der Anbieter ist bekannt und die Standorte kann man sich denken ...

      Antwort schrieb:

      Das Restrisiko besteht. Aber man sollte es nicht überbewerten und als leider zum Leben zugehöriges Restrisiko akzeptieren.
      stimmt auch ... aber gerade in Zeiten in denen vermehrt Streifenwagen oder BW-Fahrzeuge in Flammen aufgehen ist das m.M.n. auch nicht
      ganz von der Hand zu weisen. Einfacher kommt man an solche Fahrzeuge nicht heran ...

      Antwort schrieb:

      Sondern nur um eine wirtschaftliche Herangehensweise.
      Ich befürchte dass das Schule macht und auch andere Länder gewillt sein könnten, dem zu folgen ...
    • Bei den Hamburger Polizeiautos ohne Räder, vulgo Boote, geht man auch diesen Weg. Nur in die andere Richtung:

      mopo schrieb:

      Das besondere: Die Streifen lassen sich, ebenso wie das Polizei-Emblem, einfach abmontieren. ...


      „Das neue Design und die abnehmbaren Polizeikennzeichen erlauben uns als Flotte, das Boot künftig flexibel und bedarfsgerecht einzusetzen“, sagt Karsten Schönewald, Geschäftsführer der Flotte Hamburg GmbH & Co. KG. Bedeutet: „Wenn das Boot von der Wasserschutzpolizei nicht benötigt wird, können wir es in anderen Funktionen in der Flotte einsetzen – beispielsweise zu Kontrollfahrten des Oberhafenamtes oder im Lotsenversetzdienst“

      Und ja, ein neues Design gab es auch. Neben der Farbgebung die zusätzliche Kenntlichmachung durch blau-gelbe Karos im Battenberg-Design. Ähnlich wie an den Signalwesten der Streifenbeamten.

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